Interview
08.05.2005
Was ist die ‘Marianische Frauencongregation’?
Die ‘Marianische Frauencongregation’ ist das Gegenstück zur ‘Marianischen Männercongregation’. Es handelt sich um eine Gebetsgruppe von Damen, die sich zusammengeschlossen haben, um treu zum Heiligen Vater den gelebten Glauben in Familie und Freundeskreis zu tragen und gemeinsam zu beten.
Von wem wurde die ‘Marianische Frauencongregation’ gegründet?
Die ‘Marianische Frauencongregation’ gibt es schon ewig.
Sie wurde ursprünglich von den Jesuiten gegründet, im siebzehnten Jahrhundert, glaube ich.
Unser Ableger ist eine Wiederbelebung, weil sich die ursprüngliche ‘Marianische Frauencongregation’ mit dem Frauenbund zusammengeschlossen hat und daher mehr oder weniger zu einer politischen Bewegung wurde. Wir hingegen sind eine aktive Gebetsgruppe
Wer kann Mitglied werden?
Jede Frau, die sich mit den Zielen identifizieren kann oder Lust hat, sich auf diese einzulassen, ist willkommen.
Worauf läßt sich ein Mitglied ein?
Gemeinsam beten. Einmal im Jahr gemeinsam wallfahrten. Einmal im Jahr einen guten Vortrag über Themen hören, die besonders Frauen interessieren und natürlich bei diesen Gelegenheiten an der Heiligen Messe teilnehmen und den Rosenkranz beten. Natürlich tragen unsere Mitglieder die marianische Spiritualität auch in ihre Familie und ihren Freundeskreis hinein.
Aus welchen sozialen Klassen kommen die Mitglieder?
Wir sind aus allen Lebensbereichen zusammengewürfelt. Es gibt Hausfrauen und Managerinnen. Es gibt dicke und dünne, große und kleine, schicke und weniger elegante, junge und alte.
Klassenunterschiede gibt es in dem Sinn nicht, weil wir als auserwähltes Volk alle adelig sind. Hurra!!!
Fördert die Congregation Familien oder Großfamilien?
Nein, nicht direkt. Aber mit unserem Gebet auch füreinander, fördern wir natürlich die Anliegen unserer Mitglieder und ihrer Familien mit.
Wird die Wallfahrt von einem Priester begleitet?
Immer. Meistens ist unser Prälat Heinrich Wachter dabei. Er ist unser Spiritual.
Was ist der Schwerpunkt der Wallfahrt?
Zuerst natürlich der Besuch bei der Muttergottes, also das Gehen beziehungsweise die Reise zu ihr. Dann natürlich die gemeinsame fromme Unternehmung, die uns zusammenbringt und Verbindung schafft.
Wenn die Fürstin wallfahrtet besteht die Gefahr, daß sich einige Pilger vielleicht nicht nur wegen der Muttergottes auf die Reise machen?
Warum soll das eine Gefahr sein? Es kommt schon mal vor, daß der eine oder andere aus mondänen Gründen dazustößt. Aber wir fragen nicht warum jemand an einer Wallfahrt teilnimmt.
Für uns ist nur wichtig daß die Menschen an der Wallfahrt teilnehmen.
Die Muttergottes verteilt Ihre Gnaden mit Sicherheit jedem, der sich auf den Weg macht, auch wenn der erste Gedanke vielleicht nur der Spaß an dem gemeinsamen Ausflug oder der Spaß an der Gemeinschaft oder nur die Erholung vom Alltag ist.
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